Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe

 
 

Sie sind straffällig geworden, waren in Haft und jetzt brauchen Sie Unterstützung, um wieder im Leben in Freiheit anzukommen? Es fällt Ihnen schwer, Arbeit und gesellschaftlichen Anschluss zu finden? Unterstützung finden Sie und Ihre Angehörigen bei der Augsburger Beratungsstelle für Strafentlassene und im Bodelschwingh-Haus.

Im Wiedereingliederungszentrum Bodelschwingh-Haus finden 35 haftentlassene Männer mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und Lebensverhältnissen ein stationäres Übergangsangebot, das die Bereiche Wohnen, Arbeit und persönliche Hilfe integriert. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt sechs bis 18 Monate.
Während dieser Zeit entwickeln Bewohner gemeinsam mit Betreuungsteams je nach individuellem Bedarf eine Zukunftsperspektive unter den Aspekten Wohnen, soziale Beziehungen, materielle Existenzsicherung und Gesundheit. Zu den Betreuungsteams gehören:

  • Sozialpädagogische Fachkräfte;
  • Arbeitstherapeuten und  hauswirtschaftliche Anleiter;
  • Externe Fachkräfte aus der Rechtsanwaltschaft und ambulanten Psychiatrie
    im Rahmen von Sprechstunden in der Einrichtung. 

Die Augsburger Beratungsstelle für Strafentlassene, ABS umfasst in erster Linie psycho-soziale Unterstützung, Existenzsicherung sowie Hilfe bei konkreten sozialen Fragen:

  • ​Beschaffung von Wohnraum;
  • Unterstützung und Begleitung im Umgang mit Behörden;
  • ​Information zu finanziellen Fragen der Existenzsicherung;
  • ​Weitervermittlung zu Fachberatungsstellen, wie Schulden- oder Suchtberatung;
  • Erarbeitung einer neuen Lebensperspektive, Motivationsarbeit;
  • Ein ​Angebot von Sprechstunden in der Justizvollzugsanstalt zur frühzeitigen Wegbereitung für die Zeit nach der Freiheitsstrafe.

Dieser ganzheitliche Ansatz der ABS wird unterstützt durch die Stadt Augsburg und durch die Nachbarlandkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie durch die Agentur für Arbeit und die Jobcenter. Auch Die Justizvollzugsanstalten Augsburg, Aichach, Kempten und Memmingen sind gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverband für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe mittragende Säulen dieser Kooperation .

Bedingungen für eine gelingende Resozialisierung sind menschliche Zuwendung und Begleitung. Auf der Basis eines Kooperationsvertags arbeiten hier das Diakonische Werk, der Katholische Fachverband für Soziale Dienste SKM, der Sozialdienst Katholischer Frauen SkF und die Justizvollzugsanstalt Augsburg Hand in Hand. Möglich wurde diese enge Kooperation durch eine neue Schwerpunktsetzung des Bayerischen Justizministeriums zur Entwicklung einer strukturierten Gestaltung des Übergangs von der Haft in den sozialen Empfangsraum.

Die Mitarbeit von Ehrenamtlichen in den Haftanstalten ist eine wichtige Ergänzung der Ambulanten Straffälligenhilfe. Regelmäßig gestalten Ehrenamtliche Gesprächsgruppen und begleiten im Einzelfall Haftentlassene. Können Sie sich vorstellen mitzuwirken? Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Ehrenamt. Wir freuen uns auf Ihren Einsatz.