Portraits

 
 

Hauptberuflich ist Barbara Weiler in der Modebranche tätig; ehrenamtlich engagiert sie sich als Umgangsbegleiterin in der Evangelischen Beratungsstelle. Wenn Vater und Mutter nach der Trennung nicht mehr miteinander kommunizieren können, kommt häufig ein Richter ins Spiel, der den Umgang des getrennt lebenden Elternteils mit dem Kind regelt.
„Wir sind die Brücke zwischen den Eltern“, sagt Barbara Weiler. In einer so genannten Umgangswohnung, die aus zwei Zimmern besteht, haben Kinder und der getrennt lebende Elternteil die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen, zu reden und zu spielen. In der Regel finden diese Treffen vierzehntägig statt.
 Vorbereitet werden die Umgangsbegleiterinnen auf ihre Tätigkeit in einer Ausbildung, die ein Dreivierteljahr dauert. Unterstützung bekommen die Ehrenamtlichen während ihrer Arbeit durch regelmäßige Gruppengespräche und Supervision.


Horst Pottgießer ist ehrenamtlicher Sprach- und Lernpate. Der Rentner engagiert sich seit mehreren Jahren in dem Gemeinschaftsprojekt des Altenhilfezentrums und des Jugendmigrationsdienstes. In wöchentlichen Lese- und Übungszeiten fördern die Sprach- und Lernpaten in Kleingruppen oder einzeln die Deutschkenntnisse jugendlicher Migranten. Ein Projekt, von dem beide Seiten profitieren: Rüstige Senioren finden eine sinnvolle Beschäftigung, und junge Migranten erhalten wichtige Unterstützung, um sich vor allem in der Schule besser integrieren zu können.


Brigitte Pfau engagiert sich seit mehr als zwei Jahren in der Demenzgruppe der Sozialstation Stadtmitte. Erste Erfahrungen im Umgang mit Ehrenamtlichen hat die 60-Jährige in einem Seniorenheim im Allgäu gesammelt, in dem ihre Mutter ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Bei ihren Besuchen bezog Brigitte Pfau immer auch andere Bewohner in Aktivitäten mit ein. Dabei spürte sie, dass sie "einen Draht" zu den älteren Menschen und zudem keine Berührungsängste hat: "Die Bewohner öffneten sich mir und ich konnte beim Abschied weitaus fröhlichere Gesichter als bei meiner Ankunft sehen."
Die Demenzgruppe ist auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Helferinnen. Wer sich in der Gruppe engagieren möchte, wendet sich bitte direkt an Ulrike Häusler, Leiterin der Sozialstation Stadtmitte, Telefon +49 821 5094312.