Logo
Sozialer Friedensdienst begleitet Zivis
Eine extrem sinnvolle Tätigkeit

Der Bundesverteidigungsminister denkt zurzeit laut darüber nach, den Wehrdienst aus Kostengründen auszusetzen. Das hätte auch Folgen für den Zivildienst. Gedanken über den Sinn ihrer Tätigkeit machten sich auch die Zivildienstleistenden im Diakonischen Werk Augsburg bei einem Treffen im Rahmen des Sozialen Friedensdienstes.


„Wir haben hier über konkrete, sinnvolle Sachen gesprochen“, sagt Max Kling, der seinen Zivildienst im Alten- und Pflegeheim Schlößle in Stadtbergen absolviert hat. Er ist einer von 20 Zivildienstleistenden, die neun Monate lang ihren Dienst in Einrichtungen des Diakonischen Werks Augsburg versehen.


Insgesamt 20 Zivildienstleistende versehen ihren Dienst in den Einrichtungen des Diakonischen Werkes Augsburg. Foto: DWA
Insgesamt 20 Zivildienstleistende versehen ihren Dienst in den Einrichtungen des Diakonischen Werkes Augsburg. Foto: DWA


Zu insgesamt sechs Gruppentreffen sind sie einmal im Monat unter Leitung von Diplom-Sozialpädagoge Peter Karl zusammen gekommen. Sozialer Friedensdienst heißt das Projekt, das das Diakonische Werk Augsburg als einziges in Bayern anbietet. Seit 1991 gibt es das Modellprojekt, dessen ursprünglicher Schwerpunkt der friedenspolitische Grundgedanke war. Inzwischen hat sich die angeleitete Selbsterfahrungsgruppe den aktuellen Voraussetzungen, Themen und Anliegen der Zivildienstleistenden angepasst. Die beschäftigen sich bei ihren Treffen mit Themen wie „Meine Zivi-Stelle“, „Meine Erfahrung in der Arbeit“ oder „Zivi-Zeit als Übergangszeit“, kämpfen mit Schaumstoffschlägern miteinander und stellen Bücher oder Gedichte vor, die ihnen wichtig sind.

„Für die meisten ist der Zivildienst eine Riesenumstellung“, weiß Peter Karl, der das Projekt seit mehr als zehn Jahren leitet. Die Schule ist zu Ende, Freundschaften brechen weg, sie müssen sich aufs Arbeitsleben einstellen. „Hier sind wir alle in der gleichen Situation“, sagt Max Kling. In der Gruppe können sie besser über ihre Probleme reden als Freitag abends in der Disco mit den Kumpels. Zumal, wenn von denen nur wenige selbst Zivildienst machen. Die Atmosphäre in der Gruppe erleben die meisten als entspannt. Das ist auch das Ziel von Peter Karl: „Sie sollen sich hier entspannen, erholen und locker werden.“

Auch die eigene Lebensperspektive war Thema bei den Treffen im Rahmen des Sozialen Friedensdienstes. Die hat Max Kling, der seinen Dienst Ende Juni absolviert hat, inzwischen gefunden: Er will er in Wien Sportgerätetechnik studieren. Seinen Zivildienst empfindet er als „extrem sinnvoll“. Womit das Projekt Sozialer Friedensdienst ein weiteres Ziel erreicht hätte: Die Zeit des Zivildienstes als wichtigen und bereichernden Bestandteil der persönlichen Entwicklung zu erleben.

Info: Freie Zivildienststellen beim Diakonischen Werk finden Interessenten im Internet.
 
erstellt am 02.07.2010



Pressekontakt
Sie sind Medien-Vertreter und brauchen Informationen über das Diakonische Werk Augsburg? Schreiben Sie uns einfach eine
E-Mail oder rufen Sie uns an.
Tel. 0821/3204-117
Stichwortsuche