Manfred Eichner (2. von rechts) erläuterte den Vorstandsmitgliedern (von links) Martin Kaulitz, Dr. Ilona Luttmann und Fritz Graßmann sein Bild „Colorado“. Foto: DWA/Riske
Juliane Wanner, als Kunsttherapeutin im TBZ und in der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Augsburg tätig, erläuterte den Begriff Landart, den man frei mit „Kunst in der Natur“ übersetzten kann: „Man arbeitet mit dem, was man vorfindet, ohne dass man es zerstört.“ Dabei benutzen die Künstler keine Werkzeuge außer denen, die sie immer bei sich tragen: ihre Hände. Ein weiteres Merkmal ist die Vergänglichkeit der Kunstwerke. Juliane Wanner: „Sie sind dem Werden und Vergehen unterworfen, man muss sie der Natur zurück geben.“ In einer Fotodokumentation wurden die Ergebnisse für die Besucher sichtbar gemacht.
Als „prozess- und erlebnisorientiert“ bezeichnet Juliane Wanner die Kunsttherapie, die sie einmal wöchentlich im Thomas-Breit-Zentrum anbietet. In ihren Werken begegnen sich die Klienten selbst, das setzt „Selbstheilungskräfte“ frei. Ein Thema wie etwa die Farbe Blau wird vorgegeben, in der Umsetzung und der Wahl der Materialien sind die Klienten frei: „Sie sind völlig überrascht, dass dabei etwas entsteht“, so Juliane Wanner.
Info: Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen in der Evangelischen Beratungsstelle, Oberbürgermeister-Dreifuß-Straße 1 (Nähe City-Galerie). Im Büro ist zudem eine Preisliste der ausgestellten Werke erhältlich.
Nähere Informationen über die Arbeit des Thomas-Breit-Zentrums gibt es im
Internet.