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Das Wesentliche für die Augen sichtbar machen
„Colorado“ hat Manfred Eichner sein Bild genannt. Fünf Wochen lang hat er daran gearbeitet. Seit gestern hängt es zusammen mit anderen Werken in der Evangelischen Beratungsstelle des Diakonischen Werks Augsburg. „Weg-zeichen 2“ heißt die Ausstellung, die Bilder aus der Kunsttherapie des Thomas-Breit-Zentrums (TBZ), einer weiteren Einrichtung des Diakonischen Werkes, sowie eine Fotodokumentation über „Landart“ enthält. Sergej Hollmann, Leiter des TBZ, begrüßte zahlreiche Gäste zur Vernissage, darunter auch die drei Vorstandsmitglieder des Diakonischen Werkes Augsburg, Dr. Ilona Luttmann, Fritz Graßmann und Martin Kaulitz. „Ziel der Ausstellung ist, Wesentliches für die Augen sichtbar zu machen“, so Hollmann. Umrahmt wurde die Vernissage von einigen musikalischen Einlagen sowie verschiedenen Gedichten, die Klienten vortrugen.



Manfred Eichner (2. von rechts) erläuterte den Vorstandsmitgliedern (von links) Martin Kaulitz, Dr. Ilona Luttmann und Fritz Graßmann sein Bild „Colorado“. Foto: DWA/Riske
Manfred Eichner (2. von rechts) erläuterte den Vorstandsmitgliedern (von links) Martin Kaulitz, Dr. Ilona Luttmann und Fritz Graßmann sein Bild „Colorado“. Foto: DWA/Riske


Juliane Wanner, als Kunsttherapeutin im TBZ und in der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Augsburg tätig, erläuterte den Begriff Landart, den man frei mit „Kunst in der Natur“ übersetzten kann: „Man arbeitet mit dem, was man vorfindet, ohne dass man es zerstört.“ Dabei benutzen die Künstler keine Werkzeuge außer denen, die sie immer bei sich tragen: ihre Hände. Ein weiteres Merkmal ist die Vergänglichkeit der Kunstwerke. Juliane Wanner: „Sie sind dem Werden und Vergehen unterworfen, man muss sie der Natur zurück geben.“ In einer Fotodokumentation wurden die Ergebnisse für die Besucher sichtbar gemacht.

Als „prozess- und erlebnisorientiert“ bezeichnet Juliane Wanner die Kunsttherapie, die sie einmal wöchentlich im Thomas-Breit-Zentrum anbietet. In ihren Werken begegnen sich die Klienten selbst, das setzt „Selbstheilungskräfte“ frei. Ein Thema wie etwa die Farbe Blau wird vorgegeben, in der Umsetzung und der Wahl der Materialien sind die Klienten frei: „Sie sind völlig überrascht, dass dabei etwas entsteht“, so Juliane Wanner.

Info: Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen in der Evangelischen Beratungsstelle, Oberbürgermeister-Dreifuß-Straße 1 (Nähe City-Galerie). Im Büro ist zudem eine Preisliste der ausgestellten Werke erhältlich.
Nähere Informationen über die Arbeit des Thomas-Breit-Zentrums gibt es im Internet.
 
erstellt am 15.07.2010



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