Logo
Festival der Kulturen schafft Podium für Migranten
Zum zweiten Mal fand am Wochenende das Festival der Kulturen in Augsburg statt. Zum zweiten Mal war auch der Jugendmigrationsdienst (JMD) des Diakonischen Werkes Augsburg mit verschiedenen Programmpunkten vertreten.

Auf der Jean-Stein-Festivalbühne in der Kapuzinergasse unterhielten am Samstagnachmittag drei verschiedene Gruppen das Publikum. Den Auftakt machten Evgenia Eliseeva, Leiterin der Tanzgruppe Chance, und ihre Tanzpartnerin Margarita Schmidt.


Ihr Repertoire umfasst Jazztanz, orientalischen und russischen Tanz sowie modernen Tanz mit ägyptischen Elementen. Die beiden sind publikumserprobt und hatten mit ihrer Tanzgruppe schon Auftritte bei Multikulti-, Weihnachts- und Dorffesten sowie auf der Augsburger Frühjahrsausstellung AFA.

Manfred Hörr, Mitarbeiter des Jugendmigrationsdienstes, kennt Evgenia Eliseeva, die vor sieben Jahren aus Russland nach Deutschland kam und die gebürtige Kasachin Margarita Schmidt, die seit sechs Jahren hier lebt, aus der Beratung. „Wir haben viele Klienten aus der ehemaligen Sowjetunion, die mit Tanz und Musik zu tun haben.“ Zu ihnen gehören auch die Musikstudenten Maksim Vinogradov und der Pianist Kirill Kvetny, die spät am Samstagabend ihren Auftritt hatten. Traditionell russische und ukrainische Lieder spielten Vladimir Vilkomnizsky an der Geige und Friedrich Hafner am Bayan, dem russischen Akkordeon. Mal melancholisch poppig, mal punkig rockig waren die Töne, die die Augsburger Band Tvoyton anschlug, die auf Deutsch, Englisch und Russisch sang.

Evgenia Eliseeva (rechts) und Margarita Schmidt von der Tanzgruppe Chance unterhielten das Publikum unter anderem mit klassischen russischen Tänzen. Foto: DWA/Riske
Evgenia Eliseeva (rechts) und Margarita Schmidt von der Tanzgruppe Chance unterhielten das Publikum unter anderem mit klassischen russischen Tänzen. Foto: DWA/Riske


Das Festival der Kulturen sei für die Teilnehmer eine Möglichkeit, „ihr künstlerisches Talent offen in der Stadt zu zeigen“, so Hörr: „Ziel des Festivals ist, den lokalen Migrantengruppen ein Podium zu bieten.“ Neben der Möglichkeit zum interkulturellen Austausch schaffe das Festival so „positive Erlebnisse“.

Info: Nähere Informationen über die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes gibt es im Internet.
 
erstellt am 19.07.2010



Stichwortsuche