125 Jahre stark für Menschlichkeit – Diakonie feiert

 
 
Pressemitteilung von: 
17.02.2020
Festgottesdienst in Heilig Kreuz

Mit einem Festgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche hat das Diakonische Werk Augsburg (DWA) den Auftakt in das Jubiläumsjahr anlässlich seines 125-jährigen Bestehens gefeiert.

Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde, Förderer, aktuelle und ehemalige Mitarbeitende, Haupt- und Ehrenamtliche sowie Vertreter aus Politik, Kirche und öffentlichem Leben waren gekommen, um „froh, selbstbewusst, selbstkritisch und vor allem dankbar“ zu feiern, wie es in der Einladung zum Gottesdienst hieß.

Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des DWA, feierte den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Andreas Ratz (Heilig Kreuz). Darüber hinaus waren auch Gemeindeglieder aus St. Johannes in Oberhausen gekommen. Mit der dortigen Gemeinde verfolgt das DWA Pläne für eine Diakoniekirche.

Regionalbischof Axel Piper dankte in seiner Predigt den Mitarbeitenden für ihr Engagement: „Gott sei Dank gibt es Menschen, die sich mit Herz, Hand und Verstand für Gerechtigkeit einsetzen.“ Jede und jeder trage mit seinem Dienst dazu bei, „dass das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft ein anderes, gerechteres und würdigeres wird“.

„Verlässlichkeit und Partnerschaft“ nannte Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer in seinem Grußwort als herausragende Eigenschaften des DWA. Als Beispiele für das Wirken der Diakonie in der Stadt nannte Kiefer den Sozialpsychiatrischen Dienst als Anlaufstelle für psychisch kranke Menschen, das Bodelschwingh-Haus als Einrichtung für Haftentlassene, verschiedene Angebote rund um das Thema Flucht sowie die Bahnhofsmission, deren haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende den Gottesdienst mitgestalteten. Anhand historischer Aufnahmen machten sie die 125-jährige Geschichte des Werkes anschaulich.

Als gemeinsame Aufgaben für Stadt und Diakonie benannte Kiefer die Verbesserung der Situation in der Pflege, den Einsatz gegen Altersarmut, die Integration Geflüchteter und Zugewanderter sowie die Vermeidung der Spaltung der Gesellschaft als Folge der Wohnungslosigkeit. „Gerade in einer freien demokratischen Gesellschaft braucht es dringender denn je das Zusammenwirken von Bürgern, Verbänden, Kirchen und Staat für ein gelingendes Miteinander“, so Kiefer. Als „sozialen Leuchtturm in der Gesellschaft unserer Stadt und weit darüber hinaus“ bezeichnete Wolfgang Bär, Verwaltungsratsvorsitzender des DWA das Werk.

Beim anschließenden Stehempfang in der Sakristei und der Kirche gab es Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen.