Diakonie: Fußballspiel verloren - Sympathien gewonnen

 
 
Pressemitteilung von: 
20.05.2019
Benefizspiel fürs Bodelschwingh-Haus

Auf dem Spielfeld war die Mannschaft des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA) zwar mit 4:7 unterlegen. Dennoch waren sich alle Beteiligten einig: Das Benefizspiel gegen die Datschiburger Kickers war ein Gewinn.

„Für uns als Diakonisches Werk Augsburg war diese Veranstaltung etwas ganz Neues und aus unserer Sicht ein voller Erfolg“, sagt Markus Bottlang, Kaufmännischer Vorstand des DWA. „Wir haben uns gefreut zu sehen, was für eine Dynamik das im Werk ausgelöst hat.“
Der Erlös aus dem Benefizspiel gegen die Datschiburger Kickers, in deren Reihen Mannschaftsführer und FCA-Rekordspieler Claus Brandmair sein letztes Spiel machte, kommt dem Bodelschwingh-Haus zugute. Das Wiedereingliederungszentrum für haftentlassene und obdachlose Männer in Trägerschaft des DWA wird aktuell saniert und soll Ende September feierlich wiedereröffnet werden. Markus Bottlang: „Für die Bewohner aus dem Bodelschwingh-Haus war das eine tolle Aktion, denn die Trainings, das Spiel und das Fest – all dies ist für sie auch ein Stück Wiederankommen in der gesellschaftlichen Normalität.“
Trainiert wurde das Diakonieteam von Ines Güther, Mitarbeiterin in der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) und Wolfgang Klaiber-Mehling, Leiter der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Meitingen.
„So viele Mitarbeitende, Klienten und Freunde vom Diakonischen Werk, die sich spontan zum Mitspielen gemeldet haben, die Trainingstermine waren sehr gut besucht, das hat uns wirklich überrascht“, so Bottlang weiter. Auch die vielen helfenden Hände zur Vorbereitung und die Mitarbeiter und Klienten aus den verschiedensten Einrichtungen, die zum Zuschauen und Anfeuern gekommen waren, seien „ein schönes Zeichen für den Geist und die Einheit im  Diakonischen Werk“. Auch die Datschiburger Kickers waren von dieser Atmosphäre begeistert und spendeten spontan 300 Euro für das Bodelschwingh-Haus.

Info: Im Bodelschwingh-Haus – der einzigen Einrichtung dieser Art in ganz Schwaben – finden bis zu 36 haftentlassene Männer mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und Lebensverhältnissen ein stationäres Übergangsangebot, das die Bereiche Wohnen, Arbeit und persönliche Hilfe umfasst. Durchschnittlich bleiben die Männer dort sechs bis 18 Monate, maximal aber zwei Jahre und entwickeln in dieser Zeit gemeinsam mit sozialpädagogischen Fachkräften, Arbeitstherapeuten und hauswirtschaftlichen Anleitern Zukunftsperspektiven für die Bereiche Wohnen, soziale Beziehungen, materielle Existenzsicherung und Gesundheit.