Diakonisches Werk trauert um Hans-Jürgen Müller

 
 
Pressemitteilung von: 
20.01.2016
Langjähriger Leiter des Bodelschwingh-Hauses verstorben

Das Diakonische Werk Augsburg (DWA) trauert um den langjährigen Leiter des Bodelschwingh-Hauses, Hans-Jürgen Müller, der im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Müller war 1978 als einer der ersten ausgebildeten Sozialarbeiter direkt nach dem Studium zur Inneren Mission gekommen, wie das Diakonische Werk damals noch hieß. Dort hatte er die Leitung des Bodelschwingh-Hauses übernommen, einem Wiedereingliederungszentrum für haftentlassene Männer. Was er selbst ursprünglich als Aufgabe für einige wenige Jahre angedacht hatte, entwickelte sich zu seinem Lebenswerk: Der Deuringer blieb bis zu seinem Ruhestand 2013 im Bodelschwingh-Haus.

Menschenfreund und Vertreter des diakonischen Auftrags

Aus dem Wohnheim für haftentlassene Männer formte er in dieser Zeit eine moderne, an anspruchsvollen fachlichen Standards ausgerichtete Resozialisierungseinrichtung, bis heute die einzige ihrer Art in ganz Schwaben. Ein Meilenstein war die Entwicklung und Einführung eines Wohngruppenkonzepts, weg von der Versorgungs- und Unterbringungsstruktur hin zur gezielten sozialpädagogischen Förderung der Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der Bewohner.
„Hans-Jürgen Müller war ein Menschenfreund und glaubwürdiger Vertreter des diakonischen Auftrags“, sagt Harald Eckart, Müllers Nachfolger als Einrichtungsleitung. „Alle, die ihn in unserem Haus kennenlernen durften, werden ihn vermissen.“ Für seine Verdienste wurde Müller mit dem Goldenen Kronenkreuz geehrt, der höchsten Auszeichnung der Diakonie in Deutschland. Das DWA wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.