Doppelte Frauenpower: Neues Leitungsduo im Hofgarten-Carrée

 
 
Pressemitteilung von: 
14.11.2019
Heim- und Pflegedienstleitung getrennt besetzt

Seit Herbst steht ein Zweiterteam an der Spitze des Pflegeheims des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA): Heimleitung Kerstin Propach und Pflegedienstleitung Tatiani Liouga.

Statt wie bisher Heim- und Pflegedienstleitung in Personalunion zu besetzen, gibt es nun also eine Doppelspitze: „Heimleitung und Pflegeaufgaben sind durch die personelle Trennung besser entflochten und die Leitung insgesamt auf zwei Personen verteilt“, erklärt Dr. Ilona Luttmann, Fachvorstand des DWA. Tatiani Liouga erstellt z.B. den Dienstplan, kümmert sich um die Urlaubsplanung und vertritt die Heimleitung Kerstin Propach, die sich ganz auf die Leitungsaufgaben konzentrieren kann. Für sie ist die Heimleiterstelle in Teilzeit mit 20 Stunden ideal, um Familie und Beruf zu verbinden. Ihre beiden Kinder kann sie so bis 15 Uhr aus dem Kindergarten abholen.
Die Diplom-Pflegewirtin (FH) und Gesundheits- und Krankheitspflegerin hat ihre aktuelle Stelle Anfang Oktober angetreten und kehrt damit nach rund siebenjähriger Tätigkeit am Uniklinikum Augsburg nun in den Bereich zurück, in dem sie bereits während ihres Studiums Erfahrungen gesammelt hat. Damals hatte sie die Schwerpunkte Gerontologie und Wohlfahrtspflege belegt. Praktische Erfahrung als Pflegedienstleitung besitzt sie aus ihrer Zeit im Haus Martha-Maria in München. Eine Tätigkeit, die sich auf Dauer nicht mit dem Wohnort in Augsburg vereinbaren ließ. Inzwischen ist die 41-Jährige in Langweid heimisch. In ihrer Freizeit näht und liest sie, spielt Geige und geht gern laufen und Skifahren.
Die aktuelle Pflegedienstleitung und stellvertretende Wohnbereichsleitung Tatiani Liouga hat ihren Dienst bereits im September angetreten. Die 35-Jährige ist gelernte Altenpflegerin mit der Zusatzqualifikation zur verantwortlichen Pflegefachkraft. Zuletzt hatte sie knapp fünf Jahre bei der AWO Bezirk Schwaben in Haunstetten gearbeitet. Ihre Freizeit verbringt die 35-Jährige, die zwei Kinder im Alter von sechs und 13 Jahren hat, gern mit der großen griechischen Familie oder mit ihren beiden Hunden auf dem Hundeplatz.

Im Hofgarten-Carrée seien beide „super aufgenommen“ worden, so Propach. Sie danken Daniel Leimann, Wohnbereichs- und stellvertretender Pflegedienstleitung für die Arbeit, die er während der Vakanz nach dem Weggang des vorherigen Einrichtungsleiters Thomas Hecht geleistet hat. Als einen ersten Schritt möchte Kerstin Propach die Kommunikationskultur im Haus weiterentwickeln. So findet z.B. die Leiterrunde, die sich vorher vierteljährlich getroffen hat, nun einmal monatlich statt. Mit Tatiani Liouga tauscht sich Propach täglich in einer morgendlichen Besprechung aus, an der auch Vertreter aus der Pflege, Verwaltung und Hauswirtschaft teilnehmen: Welcher Bewohner ist im Krankenhaus? Gibt es Neueinzüge? Gibt es Anfragen für Kurzzeitpflegeplätze? Eine zentrale Aufgabe für die beiden neuen Führungskräfte wird die Teamentwicklung und die Einbindung neuer Mitarbeitender werden. Ziel ist der Abbau von Zeitarbeitskräften. „Eine positive Teamstruktur, die sich in der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter widerspiegelt und damit neuen Mitarbeitern einen zufriedenen und sicheren Arbeitsplatz verspricht, soll dafür die Grundlage sein“, erklärt Dr. Ilona Luttmann.

Längerfristig möchte Propach ein Managementkonzept zum Klimaschutz entwickeln. Dazu gehört für sie als Christin, dass man mit gottgegebenen Gütern wirtschaftlich umgeht und das eigene Konsumverhalten hinterfragt. Dieses Bewusstsein möchte sie auch bei den Mitarbeitenden im Hofgarten-Carrée wecken. Das beginnt damit, dass man sich schon bei Neuanschaffungen Gedanken macht, wie lange die Dinge halten, ob sie bei Bedarf repariert werden können oder wie sie zu entsorgen sind. „Das gilt von der Glühbirne bis zur Kaffeemaschine“, so Propach. Gerade im Pflegebereich kommen viele Einmalprodukte zum Einsatz wie Handschuhe oder Spritzen. Das verlangen die Hygienevorschriften. Auch Nagelscheren wurden bisher nach einmaliger Nutzung entsorgt. Hier könnte ein eigenes Nagelset für jeden Bewohner und jede Bewohnerin Abhilfe schaffen – ein erster kleiner Schritt auf einem langen Weg.