Neue Diakonie-Mitarbeiterin in der Bahnhofsmission

 
 
Pressemitteilung von: 
15.10.2020
Sabine Ortloff folgt auf Klaus Schneider

Nach rund drei Jahren hat Klaus Schneider vom Diakonischen Werk Augsburg (DWA) die Bahnhofsmission verlassen. Seine Nachfolgerin ist keine Unbekannte: Sabine Ortloff war bereits ehrenamtlich in der Einrichtung tätig.
Die 49-Jährige hat gut ein Jahr am Gleis 1 Süd mitgearbeitet – zusammen mit Sonja Svirac von der Caritas, mit der sie nun gemeinsam das hauptamtliche Team in der ökumenischen Einrichtung bildet. Hinzu kommen aktuell 17 Ehrenamtliche, die in der Regel in Zweierteams und an festen Wochentagen ihren Dienst versehen.
Erst 2018 war die gelernte Industriekauffrau Ortloff aus dem nordrheinwestfälischen Hagen nach Augsburg gezogen. Da ihr Mann und sie regelmäßig Urlaub im Allgäu machen, hätten sie schon länger den Wunsch gehabt, „südlicher in Deutschland zu leben“ – und sich zwischenzeitlich „in Augsburg verliebt“.
Außer in ihrem Lehrberuf hat Ortloff zehn Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Der Kontakt zu den Menschen sei „ein gutes Übungsfeld“ für ihre jetzige Aufgabe gewesen. Neben ihrer Berufstätigkeit hat sie sich immer auch aktiv in ihrer Kirchengemeinde engagiert.
Nachdem ihr Sohn vergangenes Jahr zum Studium ausgezogen war, hatte sie noch mehr Zeit, ehrenamtlich tätig zu werden. Ein früherer Nachbar in Hagen hatte ihr immer wieder von seinem Engagement in der dortigen Bahnhofsmission berichtet – so absolvierte Sabine Ortloff schließlich in der Augsburger Bahnhofsmission die Probestunden. Sie gibt Hilfen beim Reisen und Umsteigen, die Ausgabe von Kaffee oder Tee und Essen ist ein Teil ihrer Arbeit. Auf Wunsch der Besucher*innen vermittelt sie zu Beratungsangeboten wie z.B. der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA).
Die Besucher*innen dürfen die Bahnhofsmission weiterhin nicht betreten. Sabine Ortloff: „Wir haben in unseren engen Räumen keine Möglichkeit, ein Hygienekonzept sinnvoll umzusetzen.“ Gespendete Lebensmittel geben die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Zeiten von Corona weiter aus, und zwar durchs Fenster.
Unterstützung bekommen die „blauen Engel“ aktuell zudem von Rotaract. Die Nachwuchsorganisation der Rotarier hatte die Bahnhofsmission im Frühjahr mit einer Spende unterstützt. Von den Spendengeldern kaufen zwei bis drei Studentinnen regelmäßig für die Bahnhofsmission ein, so dass die Einrichtung z.B. auch mal frisches Obst an die Besucher*innen ausgeben kann.