"Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir"

 
 
Pressemitteilung von: 
05.08.2019
Diakonisches Lernen

Zwar haben die Schülerinnen und Schüler in Bayern gerade Ferien. Einige von ihnen nutzen aber die unterrichtsfreie Zeit, um außerhalb des Klassenzimmers dazuzulernen. So wie Clarissa Eppinger.
Im Februar nahm die Schülerin des Maria-Theresia-Gymnasiums an einem Aktionstag zum Diakonischen Lernen teil. Dazu trafen sich alle Schülerinnen und Schüler aus dem evangelischen Religionsunterricht der 9. Klassen mit ihrem Lehrer Dr. Martin Dorner in der Zentrale des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA) im Spenglergäßchen. Nach einem kurzen Rundgang, einigen allgemeinen Informationen und der Begrüßung durch den Theologischen Vorstand Pfarrer Fritz Graßmann verteilten sich die Jugendlichen auf fünf verschiedene Lernorte im DWA, die vom Altenheim über die Tagesstätte für psychische Gesundheit bis zur Jugendsozialarbeit reichten.
Clarissa hatte sich bereits vorab für die Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) entschieden, „weil ich Kinder mag und gern etwas mit ihnen mache.“ Die teilstationäre Jugendhilfeeinrichtung im Spenglergäßchen betreut 45 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren, die einen besonderen Förderbedarf haben. Clarissa und eine Freundin hatten sich eine Bastelarbeit überlegt, bei der die Kinder Masken aus Papptellern gestalteten. Besonders gut gefallen hat ihr, „dass die Kinder so schön mitgemacht haben“.
Der Aktionstag hat offensichtlich Eindruck hinterlassen. Denn schon in den Pfingstferien absolvierte Clarissa ein Praktikum in der HPT, und auch die erste Woche der Sommerferien nutzte sie, um in der Bärengruppe der Einrichtung weitere praktische Erfahrungen zu sammeln und Einblicke in dieses Feld der sozialen Arbeit zu bekommen. Am liebsten würde die 15-Jährige Psychologie studieren, „aber dafür braucht man einen guten Notendurchschnitt“. Wichtigste Voraussetzung, um in einer Einrichtung wie der HPT zu arbeiten, ist aus ihrer Sicht, dass man mit Kindern klarkommt und sich in sie hineinversetzen kann: „Das sollte einem schon Spaß machen.“
Ganz anders sah das „diakonische“ Engagement von Lukas Huber aus: Der frühere Konfirmand aus der evangelischen Kirchengemeinde Heilig-Kreuz spielte beim Benefizspiel gegen die Datschiburger Kickers im Team der Diakonie mit. Der Erlös des Spiels kam dem Bodelschwingh-Haus zugute, einem Wiedereingliederungszentrum für haftentlassene Männer, das aktuell modernisiert wird.