Karl-Sommer-Stift: „Das soziale Leben findet statt“

 
 
Bei schönem Wetter konnten die Senior*innen den Auftritt des Clownsduos „Gerlinde und Lotta“ im Freien verfolgen. Foto: DWA/Doser
Pressemitteilung von: 
29.04.2021

Friedberg (pm). Lange Zeit galten in Pflegeheimen Besuchsbeschränkungen. Bis vor kurzem konnten die Senior*innen auch im Karl-Sommer-Stift nur Besuch von einer Person pro Tag bekommen.

Diese Beschränkung ist inzwischen aufgehoben: Bis zu drei Besucher*innen täglich können Bewohner*innen der Pflegeeinrichtung des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA) nun empfangen. Voraussetzung dafür ist – neben der telefonischen Anmeldung bei der sozialen Betreuung – ein negativer Schnelltest, den man direkt in der Einrichtung machen kann – natürlich kostenlos. Alternativ können Besucher*innen ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Besuche finden ausschließlich an Besuchspunkten, z.B. im Garten statt: „Wir achten darauf, dass niemand in die Pflegeabteilung kommt“, erklärt Heim- und Pflegedienstleiter Jakob Alaskiewitsch. Zwar seien bis auf drei inzwischen alle Bewohner*innen geimpft, dennoch wolle man kein Risiko eingehen. Die Senior*innen machen einmal pro Woche einen Schnelltest – freiwillig. Bei einem positiven Ergebnis wird ein PCR-Test durchgeführt.

Rund 70 Prozent sind Dauerbesucher*innen, die regelmäßig kommen – z.B. Ehepaare, bei denen ein*e Partner*in im Betreuten Wohnen lebt und der/die andere in der Pflegeabteilung. Da das Testergebnis 48 Stunden gültig ist, ist es z.B. auch möglich, eine*n Angehörige*n an zwei aufeinander folgenden Tagen zu besuchen. Zudem nutzten manche das negative Testergebnis, um nach ihrem Besuch im Karl-Sommer-Stift in Friedberg einzukaufen.

Besuchszeiten sind in der Regel täglich von 13:30 bis ca. 18 Uhr – außer sonntags, da an diesem Tag keine eingewiesenen Mitarbeiter*innen vor Ort sind, die einen Schnelltest durchführen können. Um möglichst vielen Bewohner*innen die Möglichkeit zu bieten, sich mit ihren Angehörigen zu treffen, sollte ein Besuch nicht länger als 40 Minuten dauern. Zu Geburtstagen können auch mehrere Gäste gleichzeitig kommen, solange die Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. „Das soziale Leben findet statt“, so Alaskiewitsch.

Dazu gehören auch kleinere Veranstaltungen. Kürzlich gab es z.B. den Auftritt zweier Clowninnen auf der Terrasse, den die Senior*innen im Freien oder vom Glasgang aus verfolgen konnten.