Sommerschule: Spielerische Spurensuche im Wald

 
 
Pressemitteilung von: 
04.09.2020
Ferienprogramm für geflüchtete Kinder

Bald beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Eine Sommerschule hatten Mitarbeiter*innen des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA) am Anfang der Ferien für 27 geflüchtete Kinder aus sieben Nationen organisiert.

Die Bildungsbegleiter*innen aus dem Projekt next steps hatten ein naturnahes Ferienprogramm im Siebentischwald auf die Beine gestellt. Geflüchtete Kinder aus den Gemeinschaftsunterkünften Stadtbergen, Berliner Allee, Ottostraße, Schülestraße und Windprechtstraße hatten die Möglichkeit, an jeweils zwei Tagen im Wald spielerisch auf Spurensuche zu gehen. Dabei konnten die Mädchen und Buben einiges entdecken, erleben und ausprobieren: Neben einer Erkundungs- und Beobachtungstour mit einer Waldpädagogin gehörten das Spielen im Wald, Schnitzen und Basteln aus Naturmaterialien sowie ein gemeinsames Picknick zu den Highlights.

Da die Familien auch unabhängig von der Corona-Situation kaum realisierbare Möglichkeiten der Freizeit- und Feriengestaltung haben, „war der Ausflug für die Kinder eine langersehnte und freudenreiche Abwechslung“, sagt Bildungsbegleiterin Elisabeth Lehner. Dazu komme, dass die Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen die Kinder in den Gemeinschaftsunterkünften besonders hart getroffen haben: beengte Wohnverhältnisse und wegfallende Betreuungsmöglichkeiten, psychische Belastungen sowie der fehlende persönliche Kontakt zu externen Bezugspersonen hätten die ohnehin prekären Lebenssituationen der Familien zusätzlich erschwert. An die Waldtage werden sich alle wohl noch lange zurückerinnern, da nach vielen Monaten der sozialen Isolation endlich wieder die Kinder im Mittelpunkt stehen durften – „was noch heute an ihren strahlenden Gesichtern erkennbar ist“, so Elisabeth Lehner.